Praxisforschung

                                   

Die Arbeit in der Praxisforschung innerhalb der Kunstpädagogik hat mich in den Jahren 2007-2012 verstärkt mit Fragen zur Dokumentation konfrontiert. Durch das Studium an der Alanus Hochschule 2007-2010 im Bereich Pädagogik erarbeitete ich anfänglich Verfahren, welche innerhalb der Qualitativen Empirischen Sozialforschung verwendet werden. Die Lebenswelten der sozialen Wirklichkeit kommen durch diverse Methoden wie Interview oder visuelles Datenmaterial in den Blick der Forschung. Datenerhebung bedeutet, dass Prozesse innerhalb der sozialen Wirklichkeit beschrieben und dann in einem zweiten Schritt interpretiert werden. In Form von Interviews, als teilnehmende Beobachtung oder zunehmend in den Bildungswissenschaften im Kontext Kunstpädagogik als visuelle Daten, Fotografie oder Video.

Die Präsentation und Analsye von visuellen Strukturen ist an bildnerische Verfahren gebunden, die zur Zeit, sowohl innerhalb der Wissenschaft als auch in der Kunst, durch eine rasante Entwicklung der digitalen Technik, immer komplexer werden. Die Qualitative Bild- und Videointerpretation hat sich in den letzten Jahren im Kontext der Qualitativen Sozialforschung rasch entwickelt. Einige Analyseverfahren nähern sich künstlerischen Strategien. Forschungsmethoden, welche ästhetische Prozesse untersuchen, beziehen sich auf künstlerische Anschauungsweisen sowohl in der Datenerhebung als auch in der Präsentation der Ergebnisse.

Es ging um die Frage  nach einer Form der künstlerischen Beschreibung von ästhetischem Erleben. In der ästhetischen Forschung konnte ich viele neue Forschungsrichtungen kennenlernen.
An der Alanus Hochschule verfasste ich im Bereich Praxisforschung eine Masterarbeit mit dem Thema "Ästhetische Erfahrung in performativen Prozessen". Sie behandelt die Analyse der Gruppendynamik szenischer Bilder. Download der Arbeit.
Es ist ein Theaterprojekt in der Oberstufe einer Waldorfschule. Ausgehend von einer visuellen Dokumentation während der Proben und Aufführungen, die dem Entstehungsprozess des Stückes nachspürt, sind Interviews und ausgewählte szenische Bilder analysiert worden. Für die Analyse von Fotografien sind rezeptionsorientierte Methoden der Bildauslegung aus Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik verwendet worden. Schöpferische Prozesse in der Theaterarbeit und Auswertung des Interviews mit dem Regisseur.