Archiv

Die Bilder geben einen Einblick in die Arbeit mit Farbe von vor ca.10 Jahren. Den Zusammenhang von Farbe und Materie bestimmte Goethe als Chemische Farbe. Physiologische Farbe nannte er alle im Auge entstehenden Komplementärfarben. Lichtbrechungen sind die Physischen Farben in der Atmosphäre wie Regenbogen oder Abendrot. Die Erscheinung einer Farbe ist an verschiedene Parameter gebunden, wie die Textur der Oberfläche sowie die opaken oder transparenten Schichten der Flächen. Der Druck des Auftrags oder die Substanzialität der Materialität wie Aryl, Öl, Pflanze und Metallität wirken auf den Glanz des Zusammenspiels. Eine zeitliche Perspektive entsteht, sofern die Bewegung der flüssigen Farbe in vielen Schichten zur Formgestalt gerinnt. Fluidität ist ein Fokus meiner Untersuchung zur Farbe.

                    

Das Thema ist die Zeit als rhythmische Organisation des Jahreslaufs. Die regelmäßige Wiederkehr der Bewegungen des Kosmos sind auf den Sonnenlauf gerichtet. Ostern, Johanni, Michaeli, Weihnacht in Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind ein mediatives Geschehen der Farbe. Eine platonische Ästhetik war die Orientierung dieser Arbeitsphase, die Musikalität und Gesetzmäßigkeit des Zeitenlaufs im Jahr! Bilder fangen die Zeitgestalt dieser Bewegungen des Kosmos auf.