Video

Der Umgang mit Video ist aus der Beschäftigung mit der Medienpädagogik erwachsen. Der Film, als ein Leitmedium unserer Zivilisation, so wie er Zeit in erzählenden Bildern strukturiert, ist als künstlerisches Medium in vielfältigen Strömungen in der Gegenwart präsent. Die Bildgewohnheiten der Menschen haben sich in den letzten zwanzig Jahren grundlegend geändert. Das performative Entwicklungsgeschehen einer Bilderfolge kann Handlungen in der Zeit darstellen. Noch Lessing verneinte die Zeit in der Wahrnehmung von bildender Kunst. Meist aber konnte man schon in Bildern der Renaissance Handlungsvollzüge abgebildet finden. Eine mentale Narration begleitete ein fixiertes Bild. Die festgefügte Ordnung der Bildstruktur wurde in der fixierten Darstellung zum Beispiel einer agierenden Person durch die mentale Sinnebene einer mythischen Erzählung ergänzt. Giotto gestaltete in den Arenafresken die biblische Erzählung der Auferweckung des Lazarus nicht nur in der Abfolge der verschiedenen Bibelstellen des gesamten Bildprogramms, sondern auch in verschiedenen Zeitaspekten in einem Bild.

Eine Analyse des Videotrailers der Tanzperformance „zero degree“ der Tänzer Akram Khan und Sidi Larbi Cherkaoui findet sich in dem Band "Transkription von Videodaten in der Qualitativen Sozialforschung"  Christine Moritz (Hrsg.):